Klabauterkinders Modelagentur II

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Das Gespräch am Montag nach dem „Fotoshoot“ ging ungefähr so:
Klabautermädchen: „Immer nähst du nur für den Klabauterjungen, nie für mich.“
Ich: „Das ist doch gar nicht wahr. Dein Schrank ist voller Kleider und Hosen und Shirts von mir. Außerdem braucht der Klabauterjunge gerade ganz viele Hosen, weil deine alten ihm alle nicht passen.“
Klabautermädchen (trauriger Blick): „Ich möchte soooo gerne auch mal wieder was genäht bekommen.“
Ich: *seufz* Na gut, wenn ich heute Abend das Shirt für den Klabauterneffen fertig bekomme, sehe ich mal, ob ich Dienstag für dich ein Kleid nähen kann. Das kannst du dann zum Fototermin im Kindergarten anziehen.

Nun ja. Shirt wurde fertig, und ich habe dann das Versprechen genutzt, gleich zwei „muss ich unbedingt mal machen“-Sachen zu erledigen. Erstens, den wunderschönen Fleecestoff zu vernähen, den ich glaube ich vor drei Jahren mal in irgendeinem Ausverkauf bekommen habe. Und zweitens, eine „Lulla“ von Schnittgeflüster zu nähen. Da Lulla für alle Stoffe geeignet ist, und ich den Vorteil hatte, dass ich Fleece nicht versäubern muss, ging das recht fix.
Ich gestehe, ich habe eine Vorliebe für eher minimalistische Kleiderschnitte mit nicht so viel Schnickschnack dran. Lieber packe ich noch eine Applikation irgendwo drauf, als Dutzende von Extrarüschen und Fältchen. Und das Klabautermädchen sieht darin gut aus.
Eigentlich gehört auf die „Lulla“ noch eine Blumenapplikationstasche, zu sehen hier. Ich hatte sie, und den falschen Knopfbeleg tatsächlich schon zugeschnitten, aber als ich sie auf das Kleid legte, gefiel mir das zu dem Stoff gar nicht. Der Stoff schrie geradezu „lass mich bloß in Ruhe“ (passt zum Klabautermädchen 😉 ). Also habe ich die schlichteste Form des Kleides ohne alles gewählt, und so gefällt mir das sehr gut. Wenn die Ärmel in nächster Zeit zu kurz werden sollten, suche ich vielleicht ein neutrales Bündchen, das ich dran nähe, damit sich das Kleid noch länger hält, aber das ist auch alles.
Das Klabautermädchen zog sich heute morgen die rausgelegte Unterwäsche, Leggings und Socken an, dann präsentierte ich ihr das Kleid.

Sie: „Hast du das heute Nacht genäht?“
Ich: „Ja.“
Sie: „Hast du gar nicht geschlafen?“
Ich: „Doch doch, so lange hat das nicht gedauert.“
Sie (drückt ihr Gesicht ins Kleid und flüstert): „Schööööön.“

Mission accomplished.

lulla-1

lulla-2

lulla-3

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